Gefährlicher Rausch der Lügen:
Wie Fake News unser Denken vergiften
Jeret Zimmer aus der DWV1 beschäftigte sich im Europakurs mit der Frage wie Fake News auf uns wirken und vor allem, wie sie nachwirken und uns schleichend vergiften. Künstlerisch setzte er sich mit einer Collage mit diesem Thema auseinander und reichte seinen Entwurf beim „Euro Visions“ Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler ein. Für seine Teilnahme erhielt er eine Urkunde.
Projektbeschreibung
Dieses Foto veranschaulicht, wie manipulativ und einnehmend Falschinformationen sein können. Es soll die Macht der Täuschungen und Abhängigkeit von Fake News darstellen.
Die Verbindung zwischen Fake News und Drogen in Form von Pillen soll zum einen zeigen, wie gefährlich und süchtig machend diese sind. Zum anderen wird die Normalisierung von Falschinformationen thematisiert, das heißt, dass die Gesellschaft im Gesamten damit tagtäglich konfrontiert ist und teilweise selbst dazu beiträgt, dass sich Gerüchte verbreiten, dieses aber oftmals akzeptiert ist und somit nicht weiter thematisiert oder dagegen vorgegangen wird.
Der aus der Spritze laufende Algorithmus bildet ab, dass gerade auf sozialen Medien durch das gezielte Zuweisen von Informationen eine verzerrte Realität („bubble“) entsteht, die großen Einfluss auf die Wahrnehmung der Welt nimmt. Somit bilden die gefesselten Hände ab, wie gebunden man von dieser auf Sensationen und Aufmerksam ausgelegten Falschinformationen ist. Ähnlich wie bei Drogenkonsum entwickelt sich eine Sucht, von der man sich nur schwer befreiten kann, gerade weil sie Alltag zu sein scheint.
Der Laptop stellt das Gegenwicht dar, indem eine seriöse Seite sichtbar ist, die man für eine fundierte Recherche nutzen könnte. Da beide Medien immer mehr an Bedeutung verlieren, zeigt das Handy, wie heutzutage von vielen (jungen) Menschen mit Informationen umgegangen wird: Auf sozialen Medien werden Nachrichten schnell und oftmals ohne Prüfung und weitere Recherche konsumiert, geglaubt und weiterverbreitet.
Dadurch entsteht im privaten wie auch gesellschaftlichen Bereich eine neue Realität, an die sich das Verhalten der Menschen anpasst, was sich zum Beispiel in der Politik (Beispiel „Sturm auf das Kapitol“, „Deep Fake Selenskyj“), bei sozialen (Fremdenhass, Beispiel „der kreuzigte Junge“, „Hetzjagd in Chemnitz“) oder gesellschaftlichen Problemen (Pandemie, Beispiel „Corona“) finden lässt. Der Aufruf, den dieses Bild beinhaltet, ist, dass man aufmerksam sein soll, was den Konsum von Medien betrifft. Es bedarf wieder einer fundierten Recherche und Prüfung der Daten, die man im Internet sieht. Außerdem soll die Gefahr sichtbar werden, die – ähnlich wie bei Drogen – von Fake News ausgeht. Sie können nicht nur gesellschaftlich, sondern ebenfalls im Privaten einen großen Schaden anrichten, wie man immer wieder auch an Einzelschicksalen sieht (Stichwort: Cybermobbing, Deep Fakes).
Durch die Darstellung dieser Gefahr soll den Betrachtenden bewusstwerden, dass sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit schon selbst in dieser Situation befinden, und damit geht der Versuch einher, dies zu ändern und somit Fake News vorzubeugen.