Verkehrssicherheitstage

Am 8. Juli 2025 fand der Verkehrssicherheitstag am Berufskolleg Gladbeck statt, der von erschreckenden, aber nicht realen Szenarien geprägt war: Ein Auto überschlägt sich, ein Kind läuft vors Fahrzeug, und Verkehrsteilnehmer stehen unter Alkoholeinfluss und sind nicht mehr Herr ihrer Sinne. Zum Glück handelte es sich hierbei lediglich um Vorführ-Aktionen, die im Rahmen des Events durchgeführt wurden.

Der Kreis Recklinghausen organisierte diesen Informations- und Aktionstag in Zusammenarbeit mit dem Berufskolleg Gladbeck sowie mit Polizei, Feuerwehr, ADAC, DEKRA und der Verkehrswacht Minden Lübbecke. Die Ford Philanthropy Stiftung unterstützte die Veranstaltung mit ihrem Programm „Safety in Mobility“. Das gemeinsame Ziel war es, junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren für die Wichtigkeit eines verantwortungsvollen und regelkonformen Verhaltens im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Auch die Presse und der Rundfunk bei Radio Emscherlippe berichteten über die Veranstaltung.

Schülerinnen und Schüler von 25 Klassen des Berufskollegs nahmen an der Veranstaltung teil. An insgesamt zehn Stationen erfuhren sie, welche Unfallgefahren im Straßenverkehr lauern, welche Risiken zu beachten sind und wie sie Verkehrsunfälle vermeiden können. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Vorführung der „Tune it safe“-Kampagne der DEKRA, die eindrucksvoll demonstrierte, wie Tuning und Verkehrssicherheit miteinander vereinbar sind.

Olaf Kleffmann, Leiter des Straßenverkehrsamtes des Kreises Recklinghausen, zeigte sich überzeugt von der Wirksamkeit des Verkehrssicherheitstages: „Bei dieser Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler die einmalige Chance, Gefahrenquellen im Verkehr ganz praktisch zu erfahren – ohne dass wirklich etwas passiert.“ Er betonte, wie beeindruckend es sei, zu erleben, wie es sich anfühlt, wenn sich ein Auto überschlägt und man plötzlich in den Gurten hängt, oder welche Kräfte wirken, wenn ein Fahrzeug mit großer Wucht gegen etwas fährt. „Diese Eindrücke bleiben bei den Schülerinnen und Schülern hängen und machen mehr als deutlich, wie wichtig es ist, sich im Verkehr an die Spielregeln zu halten und auch auf andere zu achten.“

Holger Pleines, Schulleiter des Berufskollegs Gladbeck, unterstrich die Bedeutung der Veranstaltung: „Wir haben am Berufskolleg Gladbeck insgesamt sehr viele junge Fahrerinnen und Fahrer. Hinzu kommt, dass sich gerade die Auszubildenden unserer großen KFZ-Abteilung mit den Schwerpunkten Berufskraftfahrer und KFZ-Mechatronik schon von Berufs wegen mit der Verkehrssicherheit beschäftigen. Insofern unterstützt ein solcher Tag mit praktischen Eindrücken unseren Bildungsauftrag zur Verkehrssicherheit in besonderem Maße.“

Beim Verkehrssicherheitstag konnten die Schüler nicht nur zuschauen und beobachten, sondern auch selbst aktiv werden. Beispielsweise beim Überschlagssimulator, bei dem ein Auto samt Fahrer und Beifahrer auf den Kopf gestellt wurde. Um sich auch in andere Verkehrsteilnehmer hineinzuversetzen, ging es an einer weiteren Station in einen Truck. Das Ziel war es, zu erkennen, wie schwierig es in großen Fahrzeugen ist, Räder oder E-Scooter zu erkennen – erst recht, wenn sie sich im toten Winkel aufhalten oder wie es sich anfühlt, mit 50 km/h vor ein Hindernis zu prallen. Zum Thema Alkohol und Drogen gab es zudem einen Rauschbrillen-Parcours, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Hindernisse bei simulierten 0,8 Promille oder unter dem Eindruck von Drogen eher abrissen als bewältigten.

Jedes Jahr veranstaltet der Kreis Recklinghausen in Kooperation mit der Polizei und vielen weiteren Partnern einen Verkehrssicherheitstag an einem der acht Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises. Der diesjährige Tag am Berufskolleg Gladbeck war ein voller Erfolg und hinterließ bei allen Beteiligten bleibende Eindrücke.