Al-Andalus - drei Städte, eine Botschaft

Auf Initiative und unter der Organisation der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Münster machten sich Lehrkräfte von verschiedenen Berufskollegs Nordrhein-Westfalens auf den Weg nach Andalusien. Mit der Dienstreise setzte die Bezirksregierung Münster ein deutliches Zeichen für die Bedeutung des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. Im Mittelpunkt standen historische Orte, an denen sich jüdische, christliche und muslimische Geschichte begegnen, und die Frage, welche Impulse daraus für das heutige Zusammenleben und den schulischen Alltag gewonnen werden können. Vom BK Gladbeck nahmen Frau Aydin und Herr Sbai an der Reise teil.

Andalusien bot dafür einen besonderen Lernort. Die historischen Zeugnisse zeigen, wie verschiedene religiöse und kulturelle Traditionen über Jahrhunderte miteinander verbunden waren. Gleichzeitig macht die Geschichte deutlich, dass das Zusammenleben keineswegs immer konfliktfrei war. Gerade diese Ambivalenz eröffnet wichtige Fragen für die Gegenwart.

Für die Lehrkräfte wurde die Reise damit zu mehr als einer historischen Begegnung. Sie lieferte Impulse für den Unterricht und das schulische Miteinander: Unterschiede wahrnehmen, Gemeinsamkeiten entdecken, Perspektiven wechseln, ohne dass Verschiedenheit zur Ausgrenzung führen muss.

Am Ende stand deshalb nicht nur die Suche nach einer historischen Antwort, sondern eine Erkenntnis für die Gegenwart: Dialog beginnt mit Begegnung, und Schule ist einer der wichtigsten Orte, an denen diese Begegnung stattfinden kann.