Was ist los am Berufskolleg Gladbeck?

Aktionstag "Glücksspielsucht"

Image may contain: 5 peopleDr. phil. Tobias Hayer von der Uni Bremen war zu Gast am BK Gladbeck. Im Gespräch mit ca. 150 Schülerinnen und Schülern vermittelte er auf humorvolle und anschauliche Weise zunächst,

welchen Reiz das Glücksspiel ausmacht. Teile des Publikums wussten selbst zu berichten, wie toll sich das anfühlen kann, wenn man beim Wetten gewinnt – aber auch wie groß der Frust ist, wenn man merkt, dass man sein Taschengeld verzockt hat.

Anhand von Beispielen aus seiner Praxis als Wissenschaftler und Psychologe machte Dr. Hayer anschließend deutlich, welche Gefahren und Fallen hinter dem Glücksspiel lauern und wie man eine solche Sucht erkennen kann. Da sie keine offensichtlichen körperlichen Spuren hat, ist das nicht so leicht wie bei anderen Süchten.

In einer gesonderten Veranstaltung wurden Lehrkräfte dafür fitgemacht, mit Schülerinnen und Schülern präventiv zum Thema zu arbeiten, um aufzuklären und die Jugendlichen davor zu schützen, sich zu verschulden, den Arbeitsplatz zu verlieren oder gar psychisch zu erkranken. Das alles können Folgen einer Glücksspielsucht sein. Für die Lehrkräfte war besonders wichtig, was sie tun können, wenn sie das Gefühl haben, jemand sei glücksspielsüchtig oder gefährdet.

Begleitet wurde Dr. Hayer von Eva Liesche und Janina Kollmeier von der Suchtberatung der Diakonie Herford. Sie brachten eine Vielzahl von Infomaterial mit, insbesondere Telefonnummern und Internetadressen, unter denen man Beratung und Hilfe bekommen kann, wenn man selbst oder als Angehöriger von Glücksspielsucht betroffen ist. Außerdem hatten sie für die Lehrkräfte verschiedene pädagogische Materialien im Gepäck, die die weitere Arbeit zum Thema unterstützen sollen.

Die Veranstaltung wurde möglich dank des Präventionsprojekts gluexxit-nrw (www.gluexxit.de), das sich vornehmlich an Berufskollegs richtet. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Sozialpädagogin Frau Götze und Frau Stachowski (Beratungslehrerin). Großen Dank auch an Herrn Seeber für die Technik.