Vom Lattenrost zum Tannenbaum


Bildungsgang- und fächerübergreifend setzten SchülerInnen der Berufsfachschule Holztechnik, der IFK Fachpraxis Holz und der Maler und Lackierer Mittelstufe den fiktiven Kundenauftrag eines Gartencenters um. 

 

Für eine Werbemaßnahme in der Adventszeit sollten Tannenbäume aus Holzleisten gefertigt und dekorativ beschichtet werden.

Aus Lattenrosten vom Sperrmüll stellten Jwan, Martin, Mohammad und Nariman (BFH) sowie Ghena, Khalid, Nariman und Yussuf (IFK) die Bausätze in der Holzwerkstatt her. Je 15 Leisten von 2 cm bis 34 cm Länge, 14 Zwischenstücke sowie ein Standfuss bilden mithilfe einer Gewindestange je ein etwa 50 cm hohes Bäumchen. „Dank einer sorgfältigen Planung, dem maßgenauen Arbeiten und einer großen Portion Motivation konnten wir die Bausätze pünktlich zum vereinbarten Termin liefern.“ freut sich Herr Brinkmann als Werkstattlehrer. 

 

Im Technologieunterricht eigneten sich die zukünftigen Maler und Lackierer Fachkenntnisse zur Bearbeitung und Beschichtung von Holz und Holzwerkstoffen an. Im Fach Gestaltung setzten sie die dekorative Beschichtung der Holzleisten in der Malerwerkstatt um.

Die Auszubildenden blicken auf das Projekt zurück:
Ömer erklärt: "Ausgehend von einem Farbton für die Baummitte haben wir die darüber liegenden Leisten mit Weiß aufgehellt, die darunter liegenden mit Schwarz abgedunkelt. Im Idealfall ergibt das einen gleichmäßigen Farbverlauf."
Lukas lacht: "Soweit die Theorie! Je dunkler die Farbtöne wurden, desto schwieriger war es, eindeutige Abstufungen zu bekommen."
Christin stimmt zu: "Ja, das Mischen der Farbtöne hat mich viel Zeit gekostet! Ich habe jede Menge Probeaufstriche gemacht, bevor ich zufrieden war."
„Für die Qualität der beschichteten Oberfläche ist außerdem die Wahl des richtigen Streichwerkzeuges entscheidend.“ berichtet Leon aus Erfahrung. „Einige von uns sind deshalb vom Pinsel auf die Rolle umgestiegen, damit arbeitet man auch materialsparender." ergänzt Mirko.
Maurice: "Ich habe viel Zeit beim Schleifen investiert. Je gründlicher man die Oberfläche vorbereitet, desto besser ist nachher die Beschichtung."
"Und man muss sauber arbeiten und regelmäßig den Schleifstaub entfernen. Das ist auch nicht gesund, wenn man den einatmet!" gibt Niklas zu Bedenken.

Neben dem eigenen Arbeits- und Gesundheitsschutz thematisieren die jungen Handwerker bei der Umsetzung von Kundenaufträgen immer auch den Umweltschutz sowie die nachhaltige und effiziente Nutzung von Materialien.
"Die Bäumchen sehen alle aus wie im Geschäft gekauft, total professionell." sagt Nikos stolz. "Dass die aus Sperrmüll gemacht sind, glaubt uns doch niemand! Solche Materialien sollten viel öfter genutzt und aufgewertet werden."
"Umweltschutz geht uns alle an! Auch beruflich können wir dadurch Zeit und Geld sparen und auch noch etwas Gutes tun." engagiert sich Jan Marcel.

Zufrieden blickt Frau Schmaltz als Klassenlehrerin und Initiatorin des Projektes in die Runde. Alle sind sich einig: Die Upcycling-Bäumchen sollen auch in Zukunft farbenFROHE FESTTAGE bescheren und in den Unterricht beider Gewerke integriert werden.