Farbe verbindet

 Gemeinsame Exkursion verschiedener Berufsgruppen

Josef Albers wurde in Bottrop als Sohn eines Malers geboren und arbeitete als Meister am Bauhaus in Weimar und Dessau. 1932 wechselte er als Dozent zum Black Mountain College in North Carolina, USA. Bekannt wurde er vor allem durch seine Farbquadrate. Mit seinen "Homages to the square" wollte er fürs Sehen sensibilisieren.

Am 4.10.2018 besuchten die Mittel- und Oberstufe der Maler und Lackierer sowie die Friseurinnen-Mittelstufe 

die einmalige Ausstellung "Interaction" in der Villa Hügel in Essen, die auch viele Werke des Künstlers aus amerikanischen Privatsammlungen präsentierte.

Spannend war der Kontrast zwischen dem historistischen Ausstellungsort und den modernen Bildern von Josef Albers. Die Friseurinnen waren schwer von dem Prunk der monumentalen Villa der "Stahlfamilie" Krupp beeindruckt. Die Maler dagegen interessierten sich eher für die minimalistischen Farbquadrate, bei denen nicht die Technik, sondern die Farbwirkung im Vordergrund stand. So wurde die Ausführung auch direkt kommentiert:  "Wir wären bei dieser Beschneidung und solch einem ungleichmäßigen Farbauftrag direkt durchgefallen.", stellte ein Schüler fest.

Auf Schülerwunsch soll bei den Malern und Lackierern im Fach Gestaltung eine neue Lernsituation geplant werden, die einen Unterrichtsgang zum "Quadrat", dem Josef- Albers-Museum in Bottrop und eine freie Farbgestaltung von Quadraten, nach den Maßvorgaben des Künstlers, verbindet. Bei den "Werken" der Schüler werden dann aber die handwerkstechnischen Kriterien zur Beschneidung und zum Farbauftrag gelten.